Montag, August 10, 2009

Coffee Hack

Wer Kaffee liebt, hat Qualen mit dem Mahlen.


Problem: Keine Kaffeefilter mehr da.

Mögliche Lösungen:

1. Kaffeepresse (French Press) nehmen. Am besten mit frisch gemahlenem Bohnenkaffee.

2. Gemahlenen Kaffee in Tasse kippen, heißes Wasser drüber, ziehen lassen bis sich der Kaffee gesetzt hat, trinken oder mit feinem Küchensieb den Satz filtern. Kaffee trinken. Satz lesen.

3. Teefilter nehmen, gemahlenen Kaffee reinkippen, Filter in die Tasse, heißes Wasser drüber, ziehen lassen. Filter raus. Kaffee trinken.

Ich hab mich für Option 3 entschieden und musste eine Entdeckung machen: Kaffee aus Teefilter schmeckt so ähnlich wie Kaffee aus ner Kaffeepadmaschine (z.B. Senseo). Die kleinen runden Dinger sehen ja auch schon verdächtig nach Teefiltern aus (in England gibt's diese runden Teefilter ohne Fädchen schon länger...) Nur, dass eben Kaffee drin ist.
Wer wohl auf diese glorreiche Idee kam? Wahrscheinlich dachte man sich in Zeiten der anbahnenden Krise, eine Ware wie Kaffee müsste neu vermarktet werden, damit neue Käufer gewonnen werden, oder überhaupt damit das Kaffeekochen und Trinken inklusive leichtem Genussfaktor optimiert in den reibungslosen Alltag passt.
Kaffee auf Knopfdruck wird im Handumdrehen angefordert, was zu höherem Konsum führen kann, mehr Gewinne für die Kaffeeverkäufer etc. Das ist letztlich ganz egal...

Was mich an den Kaffeepadmaschinen etwas stutzig machte, war die Tatsache, dass die intelligenten Designer nicht bei ihren ersten Entwürfen schon auf die Idee kamen, Platz für große Kaffeepötte auf der Maschine zu lassen. Also wriklich! Wer am Arbeitsplatz hat denn noch so kleine 125ml Kaffeetassen? Wo passt denn da nen Spruch oder Bilder drauf?

Vielleicht waren sie garnicht so intelligent (so manche intelligenten Designer werden überschätzt), oder ihre Intelligenz steckte in der Verkaufsstrategie (die Analogie zu anderen intelligenten Designer darf man sich gerne denken)... nämlich für die Problematik, die die Konsumenten mit Kaffeepötten (quasi alle, die so eine Maschine gekauft haben) bald entdecken würden, eine Lösung anzubieten. Und *schwupp* bieten sie eine Kaffeepadmaschine 2.0 (hausintern vielleicht noch 0.6b). Wer die erste schon gut fand, muss die zweite mit diesem intelligenten neuen Feature lieben! Features sind klasse. Aber zurück zum eigentlichen Problem...



Wie Lösungsmöglichkeit 3 zeigt, kann man das Kaffeepadgeschmackserlebnis auch mittels Teefilter emulieren.

Kaffeepad oder Teefilter? Beides schmeckt seicht und langweilig.

1 Kommentar:

Puschti hat gesagt…

Ich hab letzten Sommer rund 1-1,5 Monate mit Typen aus Ghana, Benin und Togo zusammengewohnt. Die hatten als Kaffeefilterersatz Papiertaschentücher genommen. Funktioniert :)

Aber Teefilter gehen natürlich auch. Nur bekommt man die Taschentücher auch in die Maschine rein^^

Na ja, auf eigene Gefahr^^