Mittwoch, August 06, 2008

Frankfurt Musikmesse 2008 Teil 2

Etwas spät, aber doch rechtzeitig bevor die Weihnachtswunschzettel geschrieben werden.

Auf der Musikmesse wurde ein Flaxwood Liekki Prototyp mit Hals im sog. blonde/maple look vorgestellt. Eine Serienproduktion bzw. die Option für den Custom Shop ist geplant und könnte gegen Ende des Jahres anlaufen.





Desweiteren wurde die Flaxwood Fretless Gitarre vorgestellt, zu der hier schon ein YouTube-Video gepostet wurde.


Neben Flaxwood Gitarren wurden auch Prototypen für Drumkits vorgestellt. Zu bestaunen gab es zwei Snare Drums: eine aus Flaxwood und eine aus einem neuen Material, genannt NeoRock. Neuigkeiten darüber werden bald folgen.

Außerdem hat Flaxwood mit Liberty Music einen neuen, sympathischen und kompetenten Vertrieb in Deutschland.

Von EMG, dem bekannten Hersteller aktiver Tonabnehmersysteme, gibt es als Ergänzung zum Dual-Mode Modell EMG 89 (EMG SA und 85 in einem Gehäuse) nun das Dual-Mode Modell 81-TW, das die Typen EMG S und 81 vereint.
Leider scheint es dabei zu bleiben, dass die Farboption creme/ivory in Deutschland nur als Sonderbestellung erhältlich sein wird. Warum eigentlich? Ist doch viel schöner als schwarz oder weiß! Gegen Ende des Jahres soll es nach Angaben auf der EMG Homepage allerdings auch ein Humbuckergehäuse in der Chrome-Ausführung geben. Na, das dürfte einige Leute freuen.

Auf dem Büchermarkt gab es neben unzähligen Noten, Gitarrenschulen und dergleichen zwei interessante Neuerscheinungen. Zum einen die (leider) verkürzte und überarbeitete Fassung der Grundlagenharmonik von Jochen Pöhlert. Zum anderen das sehr lesenswerte Buch "Niemand ist unmusikalisch" von Daniel Cerny. Untersucht werden darin u.a. Fragen und Probleme wie die Ursachen sogenannter (!) Unmusikalität, der Mythos vom Genie und andere Themen.
Eine Rezension des Buches folgt. Wie man sieht, hab ich's herzlich gelesen :o)

Sonstige Neuigkeiten (die millionste total verbesserte Neuauflage originalgetreuer Vintagenachbauten aus den Häusern Fender und Gibson und ähnliches) sind längst auf anderen Blogs und Webseiten breitgetreten worden.

Stars gab es einige zu treffen.

Thomas Blug und Matthias IA Eklundt auf der Bühne und Gitarrengott Yngwie Malmsteen auf dem Klo. Sicherheitshalber mit Bodyguards. Das ganze wirkte wie in einem Tarantino: notdurftgetriebene Messebesucher warten winselnd neben bespiegelten Wasserkränen, während die Bodyguards beschwichtigen und ein unwirklicher Kerl mit göttlichem Fingervibrato seine kleinen und großen Geschäfte erledigt. Man bekommt ja oft gesagt, dass man sich solch überhöhte Personen vorstellen soll, wie sie auf dem Klo hocken, damit man sicher erinnert, dass sie auch nur Menschen wie Du und ich sind. Naja, jetzt wo ich weiß, dass manche dieser Kerle von Bodyguards bewacht auf dem Klo hocken... was bringt mir das? Und als er dann rauskam: Meine Güte! Da strahlte eine Rockikonenpräsenz durch die Tür, warf helle Irrlichter in die Spiegel und verschwand dann barbrüstig, mit wilder Mähne, riesiger Sonnebrille und in Ledermantel gekleidet, von Bodyguards umschwärmt durch die Tür in die Messehalle. Jetzt fehlte nur noch eine Schießerei, dann wär die Unwirklichkeit perfekt gewesen.

Ich bin ihm dann nach draußen gefolgt, aber wie durch ein Zauber abgehalten, konnte ich kein klares Bild von ihm schießen. Hier nur ein Versuch:

Richtig. Sieht aus wie Senta Berger mit Dauerwelle von hinten oder jeder andere beliebige Rockgitarrist aus den 80-ern, der über die Musikmesse wandert und den guten alten Zeiten des Heavy Metal nachtrauert.

Ja, also... alles in allem war das Spektakel sehr laut und neben fast immer denselben langweiligen Gitarrendudeleien und Slapbassattacken gab es wenige nennenswerte Vorführungen. Vielleicht hab ich auch nur zu viel verpasst - wobei das Gefühl ne Flaxwood Gitarre in den Händen zu halten und zu spielen ist schon klasse. Mir gefiel die sandgestrahlte Korpusoberfläche der Flaxwood Äijä am besten, obwohl ich meiner erste Begegnung mit der Laine (damals noch Fairlane) auf der Musikmesse 2005 hatte.


Am Ende gab's dann unterwegs noch nen illy Espresso und viel zum Nachdenken: z.B. wie die eigene Flaxwood Custom Shop Gitarre aussehen muss... Typ Äijä mit dem blonde neck, EMG HAs in creme, Schaller Hardware in satin chrome und ne selbstgefertigte Illustration?

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