Dienstag, April 15, 2008

Ich hatte einen Traum

Ich warte auf die Zeit, in der man seine Träume aufnehmen und abspeichern kann. Bis dahin muss man sich an das Wesentliche erinnern oder versuchen das in Worte zu fassen. Hier ist ein schriftlicher Versuch von einem Traum, den ich hatte. Die Beschreibung ist so dicht an der Traumerfahrung wie möglich, allerdings gekürzt. Denn der Traum ging noch weiter und war wesentlich detaillierter...

Traum von der Nacht vom 14. zum 15. April 2008.

Wir liefen von der Straße ins Treppenhaus, als die Bombe die Stadt zerriss. Rannten die Treppen hinauf, gejagt von Glassplittern und einer Feuerwalze, die die Stufen unter uns fraß! Es war wie ein Wunder in einem Traum, dass wir oben in irgendwelchen Räumen und Korridoren Zuflucht fanden, während draußen die Gesellschaft unterging.
Als der Lärm vorbei war und ich durch die Trümmer hinunter zur Straße ging, spürte ich diesen Wind der Anarchie durch die Schuttlandschaft wehen. Es war die kurze Phase des klaren Denkens, in dem die Vernunft gebot, die Güter, die Waffen, das Land und die Herrschaft an sich zu reißen, um eine neue Ordnung zu schaffen.
Ich überquerte die jetzt bedeutungslose Straße und öffnete die Fahrertür dieses schwarzen Lamborghinis, der quer auf dem Bürgersteig geparkt stand. Ich stieg in das kraftstrotzende Cockpit und zündete die Maschine mit dem Schlüssel, der im Schloss steckte.Von da an war ich auf der Jagd. Nach Waffen, Vorräten, Verbündeten. Denn ich wollte eine Veränderung, einen Neuanfang - nach meinem Willen.

(Alexander-Lars Dallmann)

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