Sonntag, Februar 17, 2008

AutoWrite 24

Kommentare:

Matt hat gesagt…

Die ganze Zeit wo Du schon diese Textfenster postest frage ich mich, was denn Autowrite eigentlich bedeuten soll...

Bitte keinen Wikipedia- oder sonstigen Link, ne ungefähre Ahnung habe ich schon, sondern in eigenen Worten.

lars_alexander hat gesagt…

Was ich mache ist folgendes:

Ich öffne den Texteditor und fange einfach an zu schreiben, was mir gerade so in den Sinn kommt. Dabei verändere ich nichts. Was getippt ist, bleibt getippt.

Wenn ich meine fertig zu sein, kommt das Kürzel ald und Datum und Uhrzeit drunter. Dann speichere ich den Text ab und gebe mitunter einen passenden Namen. Danach nehme ich einen Screenshot, lade den in GIMP, schneide das Editorfenster aus und stell das Ding auf den Blog.

Das Projekt AutoWrite bezieht sich auf das sogenannte automatische Schreiben, das wohl eine Zeit lang recht populär bzw. anrüchig verschrieen war, da man annahm, der Künstler würde sich und die schreibende Hand instrumentalisieren und von sonderbaren Mächten, wenigstens aber dem Unterbewußtsein leiten lassen.
Ich tendiere zu letzterer Erklärung. Im wesentlichen passiert nichts weiter, als dass gewisse Hemmungen und Tabus überwunden werden, und ich einfach schreibe, was mir in dieser Phase zum Schreiben einfällt.

Es ist ein bewußter Prozess. Ich kann den kontrollieren, versuche aber so offen und spontan wie möglich zu sein.

Das Projekt AutoNovel mit dem seltsamen Zombieroman ist genauso entstanden. Ich hatte die Idee, einfach mal einen AutoWrite-Roman zu schreiben und mir für jedes Kapitel in etwa eine Stunde Zeit zu lassen.
Ich wußte NICHT von vornherein, worum es in der Geschichte gehen soll... - auch nicht, dass es um Zombies gehen würde - das ist alles Improvisation. Ein Erzählkonzept, das ich in langjähriger Übung, Routine und häufigen Fehlern als Spielleiter beim Rollenspiel entwickelt habe.
Es geht mir darum, einen möglichen Entstehungsprozess von Dichtung und Erzählung aufzuzeigen. Es wird in der kompletten Fassung auch eine Dokumentation geben.
Außerdem will ich damit zeigen, dass man mit gewisser Übung sehr komplexe und lange Geschichten in der Improvisation erfinden kann, ohne dass dabei am Ende wirkliche Fehler oder Widersprüchlichkeiten übrig bleiben.

Das Projekt ist Teil meiner autodidaktischer Studien zum Schreiben.